Leitungswasser trinken – was ihr wissen müsst

Leitungswasser – genau das Richtige, wenn man sich mit dem Thema „mehr trinken“ näher auseinandersetzt. Leitungswasser bietet zahlreiche Vorteile. Diese wollen wir euch unter anderem an dieser Stelle vorstellen. Doch zuerst: Wo kommt das Leitungswasser eigentlich her? Kann man Leitungswasser trinken, ohne sich Gedanken zu machen? Ist Leitungswasser gesund? Und muss ich das Wasser filtern? Diese Fragen möchten wir euch im Folgenden Abschnitt beantworten.

Die Herkunft des Leitungswassers

Jeder kennt Leitungswasser. Es kommt wie selbstverständlich aus unserer Leitung, sobald wir den Hahn aufdrehen. Doch bis wir unser Leitungswasser trinken können, hat es bereits einen langen Weg zurückgelegt.

Der größte Teil unseres Wassers stammt aus Grundwasser. Der geringere Anteil aus Quellwasser, Talsperren, Seen und Flüssen. Das Grundwasser wird mit Hilfe von Brunnen gefördert. Bei denen wird ein Brunnenrohr in eine Erdbohrung eingelassen. Aus dieser Bohrung wird dann das Wasser aus einer Tiefe von bis zu mehreren Hundert Metern mit Hilfe einer Pumpe gefördert. Anschließend fließt das Wasser in Wasserwerke. Hier wird es auf verschiedene Verunreinigungen und auch Schadstoffe untersucht. Das geförderte Wasser wird außerdem mit Hilfe von Wasserfiltern aufbereitet und für uns trinkbar gemacht. Der vorletzte Schritt ist dann das Weiterleiten zu den regionalen Wasserversorgern. Diese sorgen wiederum dafür, dass wir mit ausreichend Wasser versorgt werden.

Das, was sich hier in einem kleinen Absatz beschreiben lässt, ist in der Realität mit sehr viel Aufwand verbunden. Dafür wird uns aber ein sicheres Lebensmittel in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt. Es kann uns aufgrund seiner Verfügbarkeit großartig dabei unterstützen, mehr zu trinken.

Der Weg in Kürze:

  • Förderung des Wassers aus Grundwasser, Quellwasser, Seen oder Flüssen
  • Aufbereitung im Wasserwerk
  • Weiterleitung an die Wasserversorger
  • Verteilung an die einzelnen Haushalte

Leitungswasser im Glas in der rechten Ecke im Querformat

Ist Leitungswasser trinken gesund?

Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Dies verdanken wir der Trinkwasserverordnung. Der sogenannten „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“. Durch diese wird gewährleistet, dass unser deutsches Trinkwasser keine Grenzwerte überschreitet. So ist festgeschrieben, welche Einflussgrößen regelmäßig untersucht werden. Das bedeutet also prinzipiell für uns, dass der Anteil an Schadstoffen in unserem Leitungswasser sehr gering ist.

Des Weiteren müssen die Wasserwerke bei Überschreitungen der Grenzwerte Warnungen veröffentlichen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Allerdings finden die staatlich überwachten Kontrollen nur bis zu unserem Hausanschluss statt. Ab hier sind wir als Eigentümer oder der Vermieter für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich. Wer von euch auf Nummer sicher gehen will, kann sein Wasser mit einem schnellen Wassertest testen. Damit findet ihr heraus, ob euer Leitungswasser tatsächlich frei von schädlichen Substanzen ist. Es kann vorkommen, dass die Rohrleitungen veraltet sind. Vor allem in Altbauten lassen sich Spuren von Blei, Kupfer oder Nickel im Trinkwasser wiederfinden. Meistens könnt ihr aber bedenkenlos euer Leitungswasser trinken.

Es gibt nämlich vor allem Substanzen, die unser Trinkwasser gesund machen. Hierzu gehören die Mineralien Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Diese hat das Wasser bei seinem Weg durch die verschiedenen Erd- und Gesteinsschichten aufgenommen. Je nach Wohnort variieren diese Werte. Informationen hierzu findet ihr bei eurem Wasserversorger.

Vorteile von Leitungswasser trinken

Das Trinken von Leitungswasser bietet zahlreiche Vorteile für uns und die Umwelt. Einige waren für uns ganz offensichtlich, während uns andere vorher nicht bewusst gewesen sind. Vielleicht geht es euch genauso und wir können euch hiermit helfen, das Tolle an unserem Leitungswasser zu entdecken!

Überall verfügbar

Da Leitungswasser nahezu überall in Deutschland verfügbar ist, bekommt ihr es auch nahezu überall. Das bedeutet, dass wir theoretisch immer die Möglichkeit haben, mehr zu trinken! Wenn ihr also eure Trinkflasche dabeihabt, macht sie leer und füllt sie direkt wieder auf. Falls euch noch der passende Begleiter fehlt, findet ihr bei uns eine kleine Auswahl. Wir stellen euch unsere Lieblingsflaschen vor. Die können euch toll dabei unterstützen, mehr Leitungswasser zu trinken.

Kein lästiges Schleppen mehr

Schwarzer Sodastream mit Hand die Knopf drücktNun aber zum nächsten Vorteil: Dieser ist, dass wir keine Flaschen mehr schleppen müssen. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir zunehmend auf andere Verkehrsmittel als das Auto umsteigen. Auch wir als Studenten ohne Auto finden es großartig, dass wir keine Flaschen nach Hause tragen müssen. Besonders profitieren davon außerdem die Leute unter uns, die in höheren Stockwerken wohnen. Ihr macht euch damit das lästige Treppensteigen nicht noch lästiger. Den Wasserhahn aufgedreht und schon könnt ihr euer Leitungswasser trinken.

Natürlich schmeckt Leitungswasser nicht jedem, sodass wir auf unserer Infused Water-Seite für euch einige Rezepte zum Pimpen von Wasser getestet haben. Ein weiterer Tipp von uns für alldiejenigen, die mit stillem Wasser nichts anfangen können, ist der Sodastream. Hiermit zaubert ihr euch im Handumdrehen köstliches, sprudelndes Wasser. Und das ist tatsächlich ganz einfach:

  1. Wasser mit Leitungswasser bis zur Fülllinie füllen
  2. Flasche in den Sodastream einklicken
  3. Den Sprudelknopf ein paar Mal kräftig drücken (solange bis ein dumpfer Ton zu hören ist)
  4. Flasche abziehen und fertig

Es ist wirklich so einfach, wie es klingt! Getestet haben wir den SodaStream Easy Wassersprudler.

 

 

Den SodaStream Easy in schwarz findet ihr zum Beispiel auf Amazon
(Wer von euch es ein bisschen nachhaltiger mag, kann sich natürlich auch für einen SodaStream Crystal mit Glaskaraffen entscheiden. Der sieht nebenbei auch noch ein bisschen schicker aus.)

Der Zylinder reicht bei beiden Varianten ungefähr für 60 L Sprudelwasser. Tauschen könnt ihr den leeren CO2-Zylinder dann ganz unkompliziert an zahlreichen Tauschstationen in ganz Deutschland. Zu den Standorten findet ihr genauere Informationen auf der Seite von Sodastream.

Günstiges Leitungswasser

Der nächste Vorteil von Leitungswasser ist der Kostenfaktor. Während ein Liter Mineralwasser im beim Discounter um die 13 Cent kostet, kostet ein Liter Leitungswasser laut Statistischem Bundesamt lediglich durchschnittlich 0,2 Cent. So bekommt ihr für einen Euro circa 500 Liter Leitungswasser. Dagegen nur ungefähr sieben bis acht Flaschen Mineralwasser. Euer Geldbeutel wird sich über das Leitungswasser also ebenfalls freuen!

Nachhaltiges Leitungswasser

Und zu guter Letzt ein sehr wichtiger Vorteil von Leitungswasser für die Umwelt: es ist sehr viel nachhaltiger als Mineralwasser aus dem Supermarkt. Hierzu hat „The Guardian“ im Jahr 2016 einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht. Wir wussten schon vorher, dass die Plastikbelastung auf unserer Erde verheerend hoch ist. Doch das Ganze als Fakten zu lesen, regt uns noch einmal zum Denken an.

  •  2016 wurden über 480 Milliarden Plastikflaschen in der ganzen Welt verkauft
  • Das sind pro Minute etwa eine Million Plastikflaschen
  • Lediglich die Hälfte davon wird recycelt und nur 7 % werden anschließend zu neuen Plastikflaschen verarbeitet
  • Ein großer Teil des Plastiks landet dann in den Ozeanen, wird von Fischen gefressen und landet so wiederum bei uns Menschen

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Folgen von Plastikflaschen für die Umwelt. Natürlich kommen dazu noch zahlreiche andere Produkte, die aus Plastik hergestellt werden. Für das Mineralwasser an sich gilt außerdem, dass der ökologische Fußabdruck sehr viel höher ist. Unser Leitungswasser kommt meist aus der Nähe unseres Wohnortes und wird von dort durch Leitungen in den Haushalt transportiert. Dagegen müssen für das Mineralwasser Flaschen hergestellt und befüllt werden. Die Flaschen werden anschließend mit LKW oder anderen Fahrzeugen transportiert. Sind die Flaschen dann im Supermarkt angekommen, müssen sie immer noch von uns nach Hause gebracht werden. Für jeden dieser Schritte wird schädliches CO2 ausgestoßen und so die Umwelt ein Stück mehr belastet.

Wir sehen also, dass insgesamt sehr viel für unser heimisches Leitungswasser spricht.

Hier noch einmal unsere Vorteile in Kürze:

  • Nahezu überall verfügbar
  • Kein lästiges Flaschenschleppen
  • Günstiger als Mineralwasser aus dem Supermarkt
  • nachhaltig

Muss ich mein Wasser filtern?

Diese Frage haben wir uns schon häufiger gestellt. Vor allem seitdem wir uns mit dem Thema Leitungswasser trinken auseinandersetzen. Ist es notwendig, unser Wasser zu filtern? Das lässt sich ganz einfach beantworten: nein. Das Trinkwasser in Deutschland muss nicht zwangsläufig gefiltert werden. Wir können also bedenkenlos Leitungswasser trinken. Dennoch bietet so ein Wasserfilter einen besonderen Vorteil: Das Wasser schmeckt einfach besser! Ein Wasserfilter bereinigt das Wasser von unerwünschten Stoffe. Das bedeutet, er reduziert Kalk und andere geschmackstörende Inhalte wie Chlor. Besonders schön ist der Filter für diejenigen von uns, die den Geschmack von Leitungswasser nicht mögen.

Der Brita Wasserfilter

Wir haben uns auch hier auf die Suche nach einem passenden Wasserfilter gemacht. Dabei sind wir auf den Tischwasserfilter von Brita gestoßen. Mit dem haben wir unser Wasser gefiltert.

Brita Wasserfilter zum Leitungswasser trinken von der Seite mit blauem Hintergrund

Brita Wasserfilter Einzelteile vor blauem Hintergrund zum Leitungswasser trinken

 

Der Deckel lässt sich ohne Probleme öffnen und wir konnten das Wasser super einfüllen. Einfach unter den Wasserhahn halten und das Trinkwasser läuft durch den Filter in die Karaffe. Schön fanden wir, dass er sich ganz einfach mit einer Hand halten lässt. So lässt sich super schnell das Wasser filtern. Ein weiteres Pro ist das kleine Licht. Es leuchtet auf, wenn die Filterkartusche gewechselt werden muss. Solange es grün leuchtet, ist alles in Ordnung. Färbt sich das Licht orange, könnt ihr euch gegebenenfalls eine Ersatzkartusche bestellen. Ist das Licht rot, wechselt ihr ganz einfach die Kartusche aus.

Nach erfolgreicher Verwendung haben wir die Karaffe dann ganz einfach in die Spülmaschine gestellt. Laut Hersteller ist der Deckel allerdings nicht spülmaschinengeeignet. Dieser lässt sich aber auch ganz schnell so abwaschen.

Das gefilterte Trinkwasser eignet sich außerdem nicht nur dazu, es pur zu trinken. Auch Kaffee und Tee haben uns besser geschmeckt. Einige von uns haben sehr kalkhaltiges Wasser Zuhause, sodass hier der Unterschied zu schmecken ist. Wenn ihr natürlich schon sehr weiches Wasser habt, wird der Unterschied sicherlich nicht ganz so groß sein. Dennoch eine klare Empfehlung. Außerdem kann man den Filter mit 1,4 Litern Wasser füllen und auf den Tisch stellen. Genau das haben wir gemacht und festgestellt, dass wir automatisch mehr trinken. Oftmals vergessen wir, in die Küche zu gehen und das Glas wieder aufzufüllen. Steht das Wasser aber erstmal präsent vor uns, greifen wir viel häufiger zu. Auch das schöne Design trägt seinen Teil dazu bei.

Auch den schönen Brita Wasserfilter könnt ihr bei Amazon finden

 

Unser Fazit zum Leitungswasser trinken

Alles in allem finden wir also zahlreiche Vorteile, die uns das Leitungswasser bietet. Der für uns wohl wichtigste ist die Verfügbarkeit. Nutzt also diesen Vorteil und fangt an, mehr zu trinken!
Wir konnten dich nicht vom Leitungswasser überzeugen? Dann gibt es für dich auch noch ein paar interessante Infos über Mineralwasser. Vielleicht hilft dir das ja, mehr zu trinken.